Aktienhandel
Der Handel mit Aktien ist heute einfach per Klick möglich. Ursprünglich war der Aktienhandel nur für die Investition in ein Unternehmen da, welches durch Verkauf von Unternehmensanteilen sich liquide Mittel für Investitionen einsammeln konnte. Der Handel lief dabei über Urkunden, die "mühevoll" mit Feder und Tinte unter Angabe von privaten Daten ausgestellt wurden. Diese hätte man sich dann zum Beispiel in die Vitrine stellen können, weil man als ein Teil vom Unternehmen ein gewisses Ansehen genießen konnte. Man identifizierte sich meist mit dem Unternehmen in Vertrauen auf Manager und Arbeiter, die man in der Regel persönlich kannte.
Im Laufe der Zeit wurde aus dem Investieren und Identifizieren mit dem Unternehmen ein immer mehr Spekulieren auf Grundlage von Charttechnik, mit einem völlig unbekannten Unternehmen. Charttechnik - dem ziehen von Linien in einen Kursverlauf. Eine Linie, die mehr und mehr darüber entscheidet, wie viel ein Unternehmen wert ist. Viele machen sich nicht mehr die Mühe ein Unternehmen nach fundamentalen Gesichtspunkten oder gar aus Überzeugung zu unterstützen. Es macht auch häufig gar keinen Sinn mehr, da viele Unternehmen überhaupt keinen Gewinn mehr für die Aktionäre abwerfen. Eine Aktie ohne Dividende bringt an sich keinen Ertrag. In etwas zu investieren was keinen Ertrag bringt macht keinen Sinn oder ist Spekulation. Eine Spekulation darauf, dass die anderen Anleger das Unternehmen als gleich wertvoll wie man selbst einschätzen.
Eine Dividende würde dem aber eine Grundlage geben, die vielen Aktienunternehmen fehlt. Eine Grundlage, die einem dazu veranlassen würde weniger auf Charttechnik zu achten und längerfristig in einem Unternehmen zu investieren.
